Der Photograph

Warum ich fotografiere, was ich darüber denke und warum ich meistens Photograph und nicht Fotograf bin.

Es gibt keine unfotogenen Menschen, nur unsensible Fotografen.

Warum?

Für mich ist die Fotografie der schönste Job der Welt. Es ist mein Beruf, mein Hobby und Leidenschaft. Der Mensch steht ganz weit vorne auf der Motivliste – ihn abzubilden ist, meiner Meinung nach der Grund, warum die Fotografie erfunden wurde – aber auch Architektur und die vielen kleinen Details, die die Menschen schaffen wenn sie ihrer Leidenschaft folgen, sind es wert im Bild festgehalten zu werden.

Ein gutes Portrait erweckt im Betrachter den Glauben, gerade jemanden kennengelernt zu haben.

Wie ?

Natürlich gut vorbereitet, technisch einwandfrei und sauber – Grundsetting.
Freude und neugierig, gespannt was es heute Neues zu erfahren gibt, wen man kennenlernt und was man Tolles aus ihm machen kann. Nichts ist schlimmer, als gelangweilt an eine Sache zu gehen, man sollte immer das Beste erwarten und statt Standardrepertoir, sich auf neue Möglichkeiten freuen um gerade heute das Hammer-Bild zu machen.

Die Atmosphäre sollte immer locker sein mit guter Laune, damit der Kunde möglichst bald das Gefühl hat, bei sich selbst sein zu können und sich nicht verstellen zu müssen. Vertrauen ist da ganz wichtig, meine Kunden müssen und können mir vertrauen, dass ich das beste und edelste aus ihnen mache.

Alles wurde schon einmal fotografiert, nur noch nicht von jedem.
(frei nach Karl Valentin )

Photograph

Die deutsche Sprache gibt es leider nicht besser her, darum habe ich mir die Freiheit genommen, mir selbst eine Definition zurecht zu legen.
Ein Fotograf ist eine, primär handwerklich handelnde Person, welche zu der ihm gestellte Aufgaben zur korrekten Ablichtung und authentischen Darstellung physischer Materie auf einem Lichtbild befähig ist.
Ein Photograph ist eine Person, welche Lichtbilder inzeniert, eine oft persönliche Anschauung und Meinung in das Bild mit einfliessen lässt und die Wirkung des Lichtbildes im Vordergrund sieht. Oft sind die Bildwerke, wie bei bei den Malern, von einem eigenen Stil und Arbeitstechnik geprägt.

Die Qualität eines Bildes, lässt sich an der Zeit messen, welches es dem Betrachter zum Verweilen abringt.

Philosophie

Ein Würfel hat fünf Seiten von denen aus man ihn betrachten kann, eine Kugel hat ungleich mehr.

Für mich ist ein Bild immer das einer Kugel, eine Kugel die ich von so vielen Seiten wie möglich betrachtet habe, um dann zu entscheiden, welche die für sie günstigste Position ist.

Das bedeutet in der Praxis, dass ich immer viele Fragen habe und immer das persönliche Gespräch suche. Bedeutungslose Zufallsbilder gibt es genügend, darin sehe ich nicht den Sinn meiner Arbeit. Das Besondere, das Herausstechende, das Berührende für den Kunden zu schaffen, das ist meine Philosophie.

„Ein gutes Portrait erweckt im Betrachter den Glauben, gerade jemanden kennengelernt zu haben.“
ist der Anspruch an meine Portraits.

Auch ein Produkt oder Anwesen hat einen Charakter, wenn schon keinen Eigenen. Schrauben und Knöpfe tun sich für gewöhnlich etwas schwer damit einen Charakter zu haben, deshalb geht es hier um den Besitzer. Diese Besitzer sind es, die eine Vorstellung, ein Prinzip haben nach dem sie leben und arbeiten, welches dann auch in der Betrachtung des Produktes zum Ausdruck kommen sollte.

Das Beste und Vorteilhafteste zu finden, zu erkunden wie sich das Motiv am besten sehen lässt, darin sehe ich meine Aufgabe, meinen persönlichen Zweck.

Photographie kann so viel mehr sein als das nötige Licht zu setzen und den Auslöser zu drücken …

Photographie ist eine Kugel.